Abonniere die Trainingslager News und sichere dir regelmäßig die Chance, ein Trainingslager für dein Team zu gewinnen.
Ein Trainingslager im Fussball ist für viele Juniorinnen und Junioren ein Höhepunkt des Jahres und ein guter Start in die neue Saison. Für Trainer und Betreuer bringt es zusätzliche Verantwortung mit sich: Neben Training und Ablauf geht es um die Aufsicht über minderjährige Spieler, ein passendes Leiterteam und die Abstimmung mit den Eltern.
In diesem Leitfaden zeigen wir dir, worauf es bei der Organisation für ein Fussballtrainingslager in der Jugend ankommt – basierend auf mehr als 20 Jahren Erfahrung und zahlreichen Trainingslagern mit Juniorenteams. Je klarer Zuständigkeiten und Regeln vor der Abreise geklärt sind, desto mehr Zeit bleibt vor Ort für Fussball und gemeinsame Erlebnisse.
Mit der Organisation eines Jugend-Trainingslagers solltest du möglichst früh beginnen, idealerweise mehrere Monate vor dem geplanten Termin. Ist das Trainingslager Teil der Saisonvorbereitung, fällt es häufig in die Schulferien. Eltern brauchen Zeit für Kosten und Ferienplanung, Leitende müssen sich den Zeitraum freihalten. Aus unserer Erfahrung bewährt es sich deshalb, Termin und Kosten schon in der ersten Elterninformation zu nennen.
Die Organisation eines Fussballtrainingslagers für die Jugend folgt denselben Grundschritten wie Planung und Vorbereitung bei Aktivteams und wird um einige jugendspezifische Aufgaben ergänzt.
Zentrale Organisationsschritte:
Während des Trainingslagers übertragen die Eltern die Aufsicht über ihre Kinder an den Verein und das Leiterteam. Wie eng die Aufsicht sein muss, hängt vom Alter und von der Situation ab: E-Junioren brauchen eine engere Begleitung als A-Junioren.
Bewährte Regeln aus der Praxis:
Die gesetzlichen Altersgrenzen für Alkohol und Tabak gelten auch im Lager, im Ausland zusätzlich die Regeln des Gastlandes. Die Details zur Aufsicht regeln Vereine und Verbände unterschiedlich. Wir empfehlen dir, die Vorgaben deines Vereins oder Regionalverbands vorab zu prüfen.
Wie viele Leitende ihr braucht, hängt vom Alter der Spieler, der Gruppengrösse und den Gegebenheiten vor Ort ab. Eine feste Orientierung gibt es, wenn ihr das Trainingslager als J+S-Lager durchführt: Dann braucht es mindestens 12 Teilnehmende und mindestens zwei Leitende mit gültiger J+S-Anerkennung im Fussball, und das Lager muss mindestens vier aufeinanderfolgende Tage dauern. Für grössere Gruppen braucht es entsprechend mehr J+S-Leitende. Die genauen Vorgaben legt der J+S-Leitfaden für die Sportart Fussball fest.
Aus unserer Erfahrung haben sich diese Grundsätze bewährt:
Manche Vereine verlangen von Juniorentrainern ausserdem einen Sonderprivatauszug aus dem Strafregister. Kläre frühzeitig, welche Vorgaben bei euch gelten.
Eltern möchten wissen, wo ihr Kind ist, wer sich kümmert und wie sie im Notfall jemanden erreichen. Bewährt hat sich ein Elternabend oder ein ausführlicher Elternbrief.
Diese Inhalte gehören hinein:
Von den Eltern brauchst du vor der Abreise:
Ein klarer Tagesablauf gibt Jugendlichen Orientierung und Betreuern Sicherheit. So kann ein Trainingstag aussehen:
| Uhrzeit | Programmpunkt |
| 07:30 | Wecken |
| 08:00 | Frühstück |
| 09:30-11:00 | Erste Trainingseinheit |
| 12:00 | Mittagessen |
| 13:00-15:00 | Mittagsruhe und Freizeit |
| 15:30-17:00 | Zweite Trainingseinheit |
| 18:30 | Abendessen |
| 19:30 | Teamabend, Spiele oder Videoanalyse |
| 22:00 | Nachtruhe, je nach Alter auch früher oder später |
Unser Trainingslager-Tipp: Halte gerade bei jüngeren Spielern die Mittagsruhe ein und plane das Programm nicht zu voll. Wie du Tagespläne vorbereitest, erklären wir im Leitfaden zur Trainingslager-Vorbereitung.
Für den Nachwuchs ist ein Trainingslager eine der wenigen Gelegenheiten, mehrere Tage am Stück als Team zu verbringen. Das stärkt die Gemeinschaft und hilft der Mannschaft, für die kommende Saison zusammenzuwachsen.
Bewährt haben sich Teamabende mit Spielen oder einem Quiz, Gruppeneinteilungen abseits der gewohnten Freundeskreise und ein gemeinsamer Ausflug in der Region. Neben dem Sport bleibt so Zeit für Erlebnisse, an die sich die Spieler gern erinnern. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zu den Trainingslager-Zielen.
Vor der Buchung:
Vor der Abreise:
Vor Ort:
Bei Juniorenteams zählt das Gesamtpaket vor Ort mehr als eine exklusive Destination: kurze Wege, eine Unterkunft mit Erfahrung mit Jugendgruppen, ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis und Beschäftigung zwischen den Einheiten.
Im Sommer setzen viele Juniorenteams, die wir betreuen, auf kurze Anreisen: innerhalb der Schweiz, etwa in der Deutschschweiz oder im Tessin, oder knapp jenseits der Grenze in Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg oder Tirol. Mit dem Car gut erreichbar sind ausserdem Südtirol und der Gardasee.
Mehr dazu in unserem Magazinbeitrag Trainingslager mit Jugendmannschaften: Worauf es wirklich ankommt und in unseren Bestsellern für Jugendmannschaften.
Häufige Fehler sind eine zu späte Information der Eltern, ein zu kleines Leiterteam ohne Vertretung und unklare Regeln für die Zeit ausserhalb des Trainings. Dazu kommen fehlende Einverständniserklärungen und ein zu volles Programm ohne Erholungsphasen. Viele dieser Fehler lassen sich durch eine frühzeitige und strukturierte Organisation vermeiden.
Meist übernehmen Juniorentrainer und Leitende die Organisation, oft gemeinsam mit den Juniorenverantwortlichen im Verein. Du musst das aber nicht allein stemmen: Wir unterstützen dich von der Auswahl einer jugendgerechten Unterkunft über die Abstimmung mit Hotel und Sportanlage bis zu Fragen rund um den Ablauf vor Ort. Mit mehr als 300 Standorten in ganz Europa finden wir gemeinsam ein Ziel, das zu eurer Mannschaft passt. Als Partner des Ostschweizer Fussballverbands kennen wir auch die Anforderungen von Schweizer Vereinen.
Hier geht es zur persönlichen Beratung für euer Jugend-Trainingslager.
Entscheidend sind weniger das Alter als die Selbstständigkeit der Spieler und ihre Erfahrung mit Übernachtungen ohne Eltern. Viele Vereine starten mit mehrtägigen Lagern etwa ab den D-Junioren. Für jüngere Jahrgänge bietet sich ein kürzeres Format an, zum Beispiel ein verlängertes Wochenende mit kurzer Anreise.
Bewährt haben sich ein verlängertes Wochenende mit vier Tagen oder eine ganze Woche. Für jüngere Spieler und kurze Anreisen reichen oft vier Tage, für ältere Jahrgänge und weiter entfernte Ziele lohnt sich eher eine Woche. Den ausführlichen Vergleich findest du in unserem Magazinbeitrag Trainingslagerplanung – welche Dauer passt zu deinem Team?
Die Kosten hängen vor allem von Reiseziel, Dauer, Unterkunft und Anreise ab. Bei Juniorenteams teilen sich meist Verein und Eltern die Kosten. J+S-Beiträge, Beiträge von Gemeinde oder Kanton, Sponsoren oder gemeinsame Aktionen wie ein Kuchenverkauf können den Eigenanteil pro Spieler senken. Beispielpreise und Tipps zur Finanzierung findest du auf unserer Seite zum Trainingslager-Budget.
Aus unserer Erfahrung sollten es auch bei kleinen Gruppen mindestens zwei Leitende sein, damit im Notfall immer jemand bei der Mannschaft bleibt. Je jünger die Spieler sind, desto mehr Leitende solltest du einplanen.
Ob er verlangt wird, entscheidet in erster Linie der Verein. Manche Vereine verlangen ihn von allen Juniorentrainern. Der Sonderprivatauszug zeigt, ob gegen eine Person ein Tätigkeits-, Kontakt- oder Rayonverbot zum Schutz von Minderjährigen besteht. Bestellt wird er mit einer Bestätigung des Vereins online beim Bundesamt für Justiz oder in einer Postfiliale.
In der Schweiz ist jede Person obligatorisch gegen Unfall versichert, Kinder und Jugendliche in der Regel über ihre Krankenkasse. In vielen Lagern gilt deshalb: Die Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. Auf der Rückseite der Krankenkassenkarte befindet sich meist die Europäische Krankenversicherungskarte. Für Ziele ausserhalb der EU, zum Beispiel in der Türkei, solltest du zusätzlich eine Reiseversicherungprüfen.
Jeder Spieler braucht eine eigene gültige Identitätskarte oder einen Pass. Für Minderjährige, die ohne ihre Eltern reisen, empfiehlt das EDA zusätzlich eine von den Eltern unterzeichnete Einverständniserklärung. Die aktuellen Einreisebestimmungen findest du in den Reisehinweisen des EDA.
Ins Gepäck gehören Fussballschuhe für den jeweiligen Platzbelag, Schienbeinschoner, genügend Trainingskleidung und eine Regenjacke. Dazu kommen Badesachen, Sonnenschutz, eine Trinkflasche, Finken und ein Necessaire. Identitätskarte, Krankenkassenkarte und eigene Medikamente sollten Spieler griffbereit haben oder bei den Leitenden abgeben.
In den meisten Jugend-Trainingslagern hat sich ein Rhythmus mit zwei Einheiten pro Tag bewährt. Bei jüngeren Spielern sollten die Einheiten kürzer sein und mehr Spielformen enthalten. Genauso wichtig sind genügend Pausen und eine feste Mittagsruhe.
Bewährt haben sich feste Handyzeiten, zum Beispiel nach dem Mittagessen und am Abend. Viele Teams sammeln die Handys zur Nachtruhe ein. Wichtig ist, die Regeln vorab mit Spielern und Eltern zu besprechen, damit alle wissen, wann die Kinder erreichbar sind.
Das hängt vom Alter und von den Absprachen mit den Eltern ab. Bei älteren Jahrgängen hat sich Ausgang in kleinen Gruppen mit fester Rückkehrzeit bewährt. Jüngere Spieler sind am besten in Begleitung einer Leiterperson unterwegs. Im Ausland gelten zusätzlich die Regeln des Gastlandes.
Gerade bei jüngeren Spielern kommt Heimweh vor, vor allem am ersten Abend. Hilfreich sind ein gut gefüllter Tagesablauf, eine feste Ansprechperson im Leiterteam und kurze Telefonate zu festen Zeiten. Oft hilft es auch, wenn Freunde aus dem Team im selben Zimmer schlafen.
Suche schon vor der Abreise Notfallnummern, die nächste Arztpraxis und das nächste Spital am Zielort heraus. Halte die Gesundheitsangaben aller Spieler griffbereit und informiere bei einer Verletzung oder Erkrankung umgehend die Eltern. Medikamente gibst du nur nach vorheriger Absprache mit den Eltern.
Zurück zur Übersicht im Leitfaden zur Trainingslager-Organisation.
